Freistellungsauftrag

Warum braucht man einen Freistellungsauftrag?

In Deutschland ist gesetzlich festgelegt, dass auf alle Zinserträge aus Kapitalanlagen Steuern bezahlt werden müssen. Man spricht dabei auch von der so genannten Zinsabschlagssteuer. Diese betrifft selbstverständlich auch die Zinserträge aus dem Festgeld. Der momentane Steuersatz liegt dabei pauschal bei 30 Prozent. Der Anleger selbst hat jedoch in der Regel mit diesen Zinsangaben kaum etwas zu tun, da die Bank die fälligen Steuerbeträge direkt an die zuständigen Behörden weiterleitet.

Hier können Sie die Konditionen verschiedener Banken bei der Geldanlage Festgeld vergleichen.


Festgeldkonto mit Sparerfreibetrag

Um durch diese Steuerlast die Kapitalanlagen gerade für Kleinanleger nicht völlig unattraktiv zu machen, hat der deutsche Staat vor einigen Jahren den Sparerfreibetrag eingeführt. Es handelt sich dabei um eine festgelegte Grenze, bis zu der die Zinsgewinne aus Kapitalanlagen steuerfrei bleiben. Der Anleger muss also erst dann Steuern bezahlen, wenn er mit seinen Zinsgewinnen diese Grenze überschreitet.

Um den Sparerfreibetrag in Anspruch nehmen zu können, muss der Anleger bei der Eröffnung eines Kontos für Festgeld einen Freistellungsauftrag stellen. Dadurch erteilt er dem Kreditinstitut die Genehmigung, ihm die kompletten Zinsen auszuzahlen, sofern diese nicht über die gesetzlich festgelegte Freigrenze steigen. Die Grenze liegt dabei für Einzelanleger momentan bei rund 750 Euro, Ehepaare können doppelt so hohe Zinserträge steuerfrei erwirtschaften.


Zu beachten ist jedoch, dass sich der Sparerfreibetrag nicht nur auf das angelegte Festgeld bezieht, sondern grundsätzlich auf alle Kapitalanlagen und Bankkonten eines Inhabers. Es können zwar mehrere Freistellungsaufträge ganz nach Wunsch des Anlegers ausgestellt werden, jedoch müssen diese in ihrer Gesamtsumme unterhalb der gesetzlichen Grenze bleiben.

Freistellungsauftrag anpassen

Die Freistellungsaufträge sollten grundsätzlich so angepasst werden, dass sie nicht viel höher als die jeweiligen Zinseinnahmen einer Kapitalanlage gestellt werden. Nur so stellen Sie sicher, dass bei einer einzelnen Anlage kein hoher Restfreibetrag übrig bleibt, während für andere Anlagen kein ausreichender Rahmen mehr verfügbar ist.

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