Hier haben wir einige Finanzbegriffe zusammen getragen, bei denen wir oft nach der Bedeutung gefragt werden . Wir werden versuchen Ihnen diese Begriffe aus dem Bereich Finanzen etwas näher zu bringen. Um in unserem Finanzlexikon zur Begriffserklärung beziehungsweise zur vollständigen Beschreibung zu gelangen, klicken Sie bitte auf den jeweiligen Begriff bzw. Buchstabe.
Finanzlexikon und Begriffserklärungen
Garantiezertifikat
Begriffserklärung Garantiezertifikat: Von einem Garantiezertifikat spricht man, wenn es dem Anleger garantiert wird, dass er sein eingesetztes Kapital am Ende der Laufzeit auf jeden Fall zurückerhält. Dies gilt auch dann, wenn der Wert oder Index, welcher dem Zertifikat zugrunde liegt, durch eine negative Entwicklung am Ende der Laufzeit weniger wert ist als das eingesetzte Kapital. Um eine solche Garantie zu ermöglichen, besteht ein Garantiezertifikat zumeist aus zwei Teilen: einer Anleihe sowie einem oder mehreren Optionsscheinen. Zur Sicherung des eingesetzten Kapitals wird der größte Teil dieses Geldes in die Anleihe investiert, während man mit den Optionsscheinen versucht, für entsprechende Renditen zu sorgen. Die Renditechancen sind allerdings bei einem Garantiezertifikat etwas geringer als bei Zertifikaten, für die keine solche Garantie gegeben werden kann. Der Grund: Ein Teil des Kapitals wird zur Absicherung benötigt. Ein weiterer Nachteil entsteht dem Anleger dadurch, dass Gewinne aus Garantiezertifikaten grundsätzlich zu versteuern sind.
Geschlossene Fonds
Begriffserklärung Geschlossene Fonds: Grundsätzlich gibt es zwei verschiedene Arten von Investmentfonds: offene und geschlossene Fonds. Während es bei offenen Fonds jederzeit möglich ist, Anteile zu erwerben und damit in den Fonds einzusteigen, nimmt ein geschlossener Fonds nach Erreichen des vorher festgelegten Fondskapitals keine neuen Anleger mehr auf. In der Regel verhält es sich bei geschlossenen Fonds so, dass sich die Gemeinschaft der Investoren zu einer Personengesellschaft zusammenschließt und damit die anvisierten Werte beziehungsweise Objekte erwirbt. Der Fonds wird in der Regel dann geschlossen, wenn alle Anteile ausgegeben sind oder der Platzierungszeitraum abgelaufen ist. Der Inhaber von Anteilen eines geschlossenen Fonds wird damit also zum Unternehmer, meist in Form eines Kommanditisten. Als Nachteil bleibt zu erwähnen, dass Anteile aus geschlossenen Fonds nicht vorzeitig zurückgegeben werden können. Sie lassen sich lediglich an der Börse zum aktuellen Marktpreis verkaufen.
Gewinnbeteiligung
Begriffserklärung Gewinnbeteiligung: Die Bezeichnung Gewinnbeteiligung ist ein anderer Ausdruck für Dividende. Aktionäre haben laut Gesetz den Anspruch auf eine Beteiligung am Gewinn der Aktiengesellschaft, von der sie Anteile erworben haben. Zu unterscheiden ist hierbei zwischen normalen Aktien und Vorzugsaktien. Bei Vorzugsaktien ist es üblich, dem Aktionär bereits bei Ausgabe eine Dividende auszuzahlen beziehungsweise für später zu garantieren. Somit werden aus dem Gewinn des Unternehmens zunächst nur die Vorzugsaktionäre bedacht, der verbleibende Rest des Gewinns wird anschließend als Dividende unter den übrigen Aktionären aufgeteilt. Es kann also durchaus sein, dass die Dividende, das heißt die Gewinnbeteiligung, auf Vorzugsaktien deutlich höher ausfällt als auf Stammaktien.