Hier haben wir einige Finanzbegriffe zusammen getragen, bei denen wir oft nach der Bedeutung gefragt werden . Wir werden versuchen Ihnen diese Begriffe aus dem Bereich Finanzen etwas näher zu bringen. Um in unserem Finanzlexikon zur Begriffserklärung beziehungsweise zur vollständigen Beschreibung zu gelangen, klicken Sie bitte auf den jeweiligen Begriff bzw. Buchstabe.

Finanzlexikon und Begriffserklärungen
D
DAX
Begriffserklärung DAX: Der Begriff DAX ist die Abkürzung für den „Deutschen Aktienindex“, der Leitindex des deutschen Aktienmarktes. Die darin enthaltenen Werte verkörpern grundsätzlich die 30 größten und umsatzstärksten Unternehmen in Deutschland. Entstanden ist dieser Index im Jahr 1988, wo er zunächst als Ergänzungsindex für andere Indizes gedacht war. Schnell entwickelte sich der DAX jedoch zum wichtigsten deutschen Aktienindex und wird seitdem als Leitindex bezeichnet. Um in den DAX aufgenommen zu werden, muss ein Unternehmen verschiedene Voraussetzungen erfüllen. Doch selbst dann ist noch nicht sicher, ob die Aktien des betreffenden Unternehmens in den DAX aufgenommen werden. Zu diesem Zweck wird jedes Jahr Anfang September ein so genannter Anpassungstermin anberaumt, an dem über die zukünftige Zusammensetzung der DAX-Unternehmen entschieden wird.
Deflation
Begriffserklärung Deflation: Grundsätzlich bezeichnet der Begriff Deflation das genaue Gegenteil zur Inflation. Während bei der Inflation Waren und Dienstleistungen im Durchschnitt teurer werden, tritt bei der Deflation der Gegeneffekt ein und das Preisniveau auf einem Markt oder in der Wirtschaft insgesamt sinkt deutlich. Eine Deflation kann verschiedene Gründe haben. So kann es beispielsweise sein, dass durch eine unsichere Wirtschaftslage die Ausgaben der privaten Haushalte in Deutschland für Waren und Dienstleistungen aller Art sinken. Eine Deflation kann aber auch von staatlicher Seite angeregt werden, wenn der Staat beispielsweise seine Investitionen senkt, um Schulden abzubauen. Aufgrund der geringer werdenden Nachfrage ist eine Deflation für Unternehmen sehr gefährlich, während der Verbraucher durchaus einen Vorteil daraus ziehen kann.
Depot
Begriffserklärung Depot: Als Depot beziehungsweise Depotkonto oder Wertpapierdepot werden spezielle Verrechnungskonten bezeichnet, die dem Handel und der Verwaltung von Wertpapieren dienen. Auch beim Depot können sich die Angebote der verschiedenen Geldhäuser stark unterscheiden. In der Regel handelt es sich um ein virtuelles Depot oder auch Onlinedepot.
Vor allem für private Anleger bietet diese Form des Wertpapierdepots viele Vorteile und wird daher inzwischen auch überwiegend genutzt. Im Gegensatz zum herkömmlichen Depot findet der Handel mit Wertpapieren über ein virtuelles Depot ausschließlich in elektronischer Form statt. Das bedeutet, der Anleger erhält seine Wertpapiere nicht in physischer Form ausgehändigt, sondern handelt auf elektronischem Wege mit diesen. Heute geschieht dies meist über das Internet. Auch alle Gebühren, Zinsen und Dividenden die gefordert oder gezahlt werden, werden direkt über das virtuelle Depot abgerechnet. Ein regelmäßiger Depotauszug ermöglicht eine Übersicht über Ihr angelegtes Vermögen.
Derivate
Begriffserklärung Derivate: Der Begriff Derivate ist vor allem aus dem Bereich der Termingeschäfte bekannt, hierbei bezeichnet er eine besondere Form dieser Geschäfte, bei denen der Preis von bestimmten Faktoren abhängt. Solche Faktoren können zum Beispiel der Börsenpreis von Wertpapieren, die Zinssätze, Marktpreise von Waren aller Art oder auch Wechselkurse von Devisen sein. Bei diesen Faktoren spricht man auch von den so genannten Basiswerten. Derivate können darüber hinaus in verschiedenen Formen abgewickelt werden, zum Beispiel in Form von Optionen oder Futures. Hierbei geht es darum, Anrechte für den Erwerb von Basiswerten zu verkaufen. Was Derivate bei Anlegern so begehrt macht, ist der Umstand, dass hierbei nicht der Basiswert an sich gekauft werden muss, sondern lediglich das Anrecht, diesen zu einem bestimmten Preis beziehungsweise an einem bestimmten Termin zu erwerben. Damit lassen sich mit relativ wenig Kapital große Wert handeln (Hebeleffekt).
Direktbank
Begriffserklärung Direktbank: Nahezu jedem Bundesbürger sind die klassischen Filialbanken in Deutschland bekannt. Sie befinden sich heute in fast jedem Ort beziehungsweise jeder größeren Stadt. Wer dort ein Konto eröffnet, hat den Vorteil, dass er zum Erledigen seiner Finanzgeschäfte einfach in die nächstgelegene Filiale gehen kann. Der Nachteil dabei ist allerdings, dass der Aufbau eines Filialenetzes viel Aufwand erfordert und daher sehr teuer ist. Diese Kosten werden dann – in welcher Form auch immer – an den Kunden weitergegeben. Eine Direktbank spart sich diese Kosten, in dem sie erst gar kein eigenes Filialenetz aufbaut, sondern mit dem Kunden via Internet, Telefon oder Brief kommuniziert. Der Kunde einer Direktbank kann jedoch trotzdem weiterhin die Geldautomaten von anderen Kreditinstituten nutzen und dort sein Bargeld abheben. Durch diesen wesentlich reduzierten Verwaltungsaufwand können Direktbanken ihre Leistungen in der Regel deutlich günstiger als die herkömmlichen Filialbanken anbieten.
Direktversicherung
Begriffserklärung Direktversicherung: Eine Direktversicherung arbeitet grundsätzlich nach dem gleichen Prinzip wie eine Direktbank. Das bedeutet: Diese Versicherung verzichtet auf den Aufbau eines teuren Vertreter- beziehungsweise Filialnetzes und kommuniziert mit seinen Versicherten ausschließlich per Brief, Fax, Telefon oder Internet. In der Regel gibt es hierbei eine zentrale Verwaltungsstelle, die der Kunde bei Problemen oder Fragen kontaktieren kann. Direktversicherungen sind in den letzten Jahren in Deutschland sehr beliebt geworden, weil sie dem Verbraucher die Möglichkeit bieten, effektiv Kapital für die Beiträge der verschiedenen Versicherungen einzusparen. Da die meisten Verbraucher nicht täglich mit ihren Versicherungen zu tun haben, stören sie sich meist auch nicht am fehlenden Ansprechpartner in direkter Nähe.
Disagio
Begriffserklärung Disagio: Insbesondere bei der Ausgabe von Krediten – zum Beispiel im Bereich Baufinanzierung etc. – kennt man den Begriff Disagio. Mit Disagio bezeichnet man einen Abschlag vom Nennwert, der dafür sorgt, dass der Darlehensbetrag sinkt und der Verbraucher somit weniger Zinskosten zu zahlen hat. Das Ganze könnte man auch folgendermaßen beschreiben: Anstatt kontinuierlich hohe Zinssätze zu zahlen, akzeptiert der Kreditnehmer zu Anfang einen Abschlag von seinem Kreditbetrag, zahlt aber trotzdem die gesamte Kreditsumme zurück und spart damit Zinskosten. Auch bei der Emission von Wertpapieren kann ein Disagio zum Einsatz kommen, in diesem Fall wird meist ein geringer Prozentsatz vom Ausgabewert abgezogen, der dann zur Deckung der Unkosten des ausgebenden Kreditinstitutes dient.
Dividende
Begriffserklärung Dividende: Als Aktionär ist man grundsätzlich dazu berechtigt, einen festgelegten Anteil vom Gewinn des Unternehmens zu erhalten. Diesen Gewinnanteil bezeichnet man auch als Dividende. Der Begriff entstammt dem Lateinischen und bedeutet in etwa: „Das zu Verteilende“. Eine Ausschüttung der Dividende wird bei deutschen Unternehmen in der Regel einmal im Jahr vorgenommen, zuvor muss in der Hauptversammlung beschlossen werden, wie hoch die Dividende sein soll. Vorschläge können dabei vom Unternehmensvorstand, aber auch von den Mitgliedern des Aufsichtsrates gemacht werden. Wichtig zu wissen ist, dass die Zahlung einer Dividende keine gesetzliche Pflicht ist. Erwirtschaftet das Unternehmen in einem Jahr keinen Gewinn oder plant für das darauf folgende Jahr größere Investitionen, so kann auf die Ausschüttung einer Dividende verzichtet werden. Zudem ist es möglich, statt einer finanziellen Dividende eine Dividende in Form von Sachen auszugeben. Dabei könnte es sich beispielsweise um zusätzliche Aktien, Optionsscheine oder ähnliches handeln.
Dow Jones Index
Begriffserklärung Dow Jones Index: Der Dow Jones Index ist der wichtigste Aktienindex im US-amerikanischen Finanzmarkt. Der Index besteht bereits seit über 100 Jahren, er wurde 1896 zum ersten Mal in den USA veröffentlicht. Der Name „Dow Jones“ rührt von seinen Urhebern, Charles Henry Dow und Edward David Jones. Sie gründeten zu dieser Zeit ein Unternehmen, das es sich zur Hauptaufgabe gemacht hat, die Stärke des gesamten amerikanischen Aktienmarktes messbar zu machen. Aus diesem Grund entwickelten sie den nach ihnen benannten Index. Ebenso wie der DAX in Deutschland beinhaltet auch der Dow Jones Index insgesamt 30 verschiedene Aktien der größten und wichtigsten amerikanischen Unternehmen. Experten kritisieren allerdings, dass der Dow Jones Index aufgrund der unterschiedlichen Handelszeiten in den USA weit weniger aussagekräftig ist, als andere international wichtige Indizes.