Girokonto für Jugendliche und Minderjährige
Als Jugendkonto wird ein Girokonto für Jugendliche und Minderjährige zum Beispiel für Schüler, Auszubildende oder Studenten bezeichnet, welche noch unter 18 Jahren sind. In der Regel kann ein solches Jugendkonto ab dem 12. Lebensjahr eröffnet werden. Mit der Eröffnung eines Jugendkonto können Jugendliche relativ zeitig den Umgang mit Geld und vor allem die Abläufe beim Zahlungsverkehr bei Bank oder Sparkasse lernen. Erziehungsberechtigte können so das Verantwortungsbewusstsein des Heranwachsenden stärken und frühzeitig den jungen Menschen den selbständigen Umgang mit Geld nahebringen.
Ein Jugendkonto – auch Girokonto für Jugendliche, Starterkonto oder U18-Konto genannt – ist der erste Schritt in die finanzielle Selbstständigkeit. Immer mehr Eltern und Jugendliche interessieren sich dafür, wie ein Jugendkonto funktioniert, welche Voraussetzungen gelten, welche Kosten entstehen und wie sicher ein Konto für Minderjährige ist.

FAQ zum Jugendkonto – Das Girokonto für Jugendliche – Fragen & Antworten
In dieser ausführlichen FAQ beantworten wir die häufigsten Fragen rund um das Jugendkonto – detailliert & verständlich.
Was ist ein Jugendkonto?
Ein Jugendkonto ist ein Girokonto speziell für Minderjährige (meist zwischen 12 und 17 Jahren). Es erlaubt grundlegende Bankfunktionen wie Überweisungen, Kartenzahlungen und Bargeldabhebungen. Ein Jugendkonto ist rechtlich ein reines Guthabenkonto – das bedeutet: keine Schulden, kein Dispo, keine Kreditkarte, sondern nur auf Guthabenbasis.
Ab welchem Alter kann man ein Jugendkonto eröffnen?
Die meisten Banken bieten Konten ab 7, 10, 12 oder 14 Jahren an.
Typisch ist jedoch das Jugendkonto ab 12 Jahren, da Jugendliche ab diesem Alter häufiger Taschengeld, einen Ferienjob oder digitale Käufe verwalten möchten.
Welche Unterlagen benötigt man für die Eröffnung eines Jugendkontos?
Für die Kontoeröffnung sind in der Regel erforderlich:
Personalausweis oder Reisepass des Jugendlichen
Ausweis mindestens eines Erziehungsberechtigten
ggf. Geburtsurkunde
Zustimmung der Eltern (schriftlich oder vor Ort)
Die Eröffnung erfolgt immer mit Zustimmung der Eltern, da Minderjährige nur eingeschränkt geschäftsfähig sind.
Können Jugendliche ein Jugendkonto selbst eröffnen?
Nein. Jugendliche unter 18 Jahren dürfen zwar ein Konto besitzen, aber nicht ohne Zustimmung der Erziehungsberechtigten eröffnen.
Ab 18 Jahren wird das Jugendkonto meist automatisch in ein vollwertiges Girokonto umgewandelt.
Welche Kosten entstehen bei einem Jugendkonto?
In den meisten Fällen ist ein Jugendkonto:
kostenlos in der Kontoführung
kostenlos bei der Kartennutzung
ohne Mindestgeldeingang
Banken verzichten bewusst auf Gebühren, da Jugendkonten oft als langfristige Kundenbindung dienen. Dennoch können Kosten für Ersatzkarten, Fremdwährungsabhebungen oder spezielle Services entstehen.
Ist ein Jugendkonto sicher?
Ja. Jugendkonten sind besonders sicher, da:
keine Verschuldung möglich ist (kein Dispo)
Ausgaben begrenzt werden können
Eltern oft Einblick in das Konto erhalten
Kartensperre jederzeit möglich ist
Außerdem sind Guthaben in EU-Banken durch den gesetzlichen Einlagenschutz bis 100.000 € abgesichert.
Bekommen Jugendliche eine Bankkarte oder Debitkarte?
Ja. Zu jedem Jugendkonto gehört eine Debitkarte (z. B. Girocard, Visa Debit oder Mastercard Debit). Sie ermöglicht:
Bargeldabhebungen am Automaten
kontaktloses Bezahlen
Online-Zahlungen (abhängig von Bank und Jugendschutz-Einstellungen)
Kreditkarten im klassischen Sinne gibt es für Minderjährige nicht.
Das Jugendkonto ist dem „normalen“ Girokonto für Erwachsene sehr ähnlich. Auch bei einem Jugendkonto ist Onlinebanking beziehungsweise elektronic-Banking über das Internet möglich. Der Jugendliche erhält zudem meist einen Bankkundenkarte mit der er Kontoauszüge und Bargeld am instituteigenen Auszugsdrucker und Geldautomat holen kann. Vorteil eines Jugendkonto ist, dass dieses nicht überzogen werden kann. Ein Jugendkonto wird auf Guthabenbasis geführt.
Können Jugendliche online bezahlen?
Ja – aber unter bestimmten Bedingungen.
Viele Banken erlauben Online-Zahlungen nur:
mit Zustimmung der Eltern
über eine Debitkarte mit Online-Funktion
mit Altersbeschränkungen für bestimmte Shops oder Dienste
Auch Prepaid-Karten können eine Option sein.
Gibt es beim Jugendkonto einen Dispokredit?
Nein. Per Gesetz darf Minderjährigen kein Kreditrahmen eingeräumt werden.
Ein Jugendkonto ist immer ein Guthabenkonto, also ohne Verschuldungsrisiko.
Können Jugendliche mit einem Jugendkonto Geld überweisen?
Ja, Überweisungen sind möglich – sowohl online als auch per App, je nach Bank. Eltern können:
Limits festlegen
bestimmte Funktionen sperren
Einsicht in Transaktionen erhalten
Das erlaubt gleichzeitig finanzielle Freiheit und elterliche Kontrolle.
Wie unterscheiden sich Jugendkonto, Taschengeldkonto und Schülerkonto?
Viele Bezeichnungen bedeuten am Ende dasselbe – nämlich ein Konto für Minderjährige.
Unterschiede (je nach Bank):
Begriff Typischer Zweck Alter
Jugendkonto volles Girokonto ohne Dispo 12–17
Taschengeldkonto einfache Variante ohne Online-Banking 7–14
Schülerkonto oft zusätzliche Boni für Schüler 14–17
Der wichtigste Faktor ist immer: Das Konto ist ohne Kreditrahmen.
Dürfen Jugendliche PayPal, Apple Pay oder Google Pay mit einem Jugendkonto nutzen?
Ja – eingeschränkt.
Apple Pay: Viele Banken erlauben es bereits ab 13 Jahren.
Google Pay: Häufig ab 16 Jahren.
PayPal: Offiziell erst ab 18 Jahren erlaubt.
Eltern können in den Apps zusätzliche Sicherheitsregeln festlegen.
Was passiert mit dem Jugendkonto, wenn der Jugendliche 18 wird?
Am 18. Geburtstag wird das Jugendkonto automatisch in ein normales Girokonto umgewandelt – oft weiterhin kostenlos, aber abhängig von der Bank.
Jugendliche werden dann:
voll geschäftsfähig
können Verträge selbst abschließen
bekommen auf Wunsch einen Dispo oder eine Kreditkarte
Vor dem 18. Geburtstag lohnt ein Kontovergleich.
Wird man 18 Jahre kann in den meisten Fällen das Konto für Minderjährige vom Jugendkonto in ein „normales“ Girokonto umgewandelt werden. Dies bedeutet, dass der junge Erwachsende anstatt der bisherigen Kundenkarte eine EC-Karte (ec-maestro) erhält. Von nun an ist es aus rechtlicher Sicht auch möglich beziehungsweise erlaubt, dass Girokonto zu überziehen und eine Kreditkarte zu erhalten. Viele Banken und Sparkassen gewähren die kostenlose Kontoführung unter bestimmten Voraussetzungen (zum Beispiel bis zum Erreichen eines Mindestalter, während der Ausbildung oder dem Studium) auch weiterhin. Bei welcher Bank oder Sparkasse für Schüler, Azubis und Studenten eine kostenlose Kontoführung möglich ist, zeigt Ihnen unser Kostenrechner und Vergleich zum Girokonto. Um ein passendes Angebot zu finden wählen Sie bitte im Optionsfeld „spezielle Gruppe“: Studenten / Schüler / Azubis. zum Vergleich
Können Eltern das Konto vollständig kontrollieren?
Je nach Bank haben Eltern folgende Möglichkeiten:
Einsicht in alle Kontobewegungen
Freigabe bestimmter Funktionen
Limitsteuerung (z. B. nur 50 € am Tag)
Sperrung der Karte
Aktivierung von Push-Nachrichten bei Zahlungen
So behalten Eltern die Übersicht, ohne die Selbstständigkeit des Jugendlichen einzuschränken.
Wofür eignet sich ein Jugendkonto besonders?
Ein Jugendkonto hilft Jugendlichen, den Umgang mit Geld zu üben. Typische Einsatzzwecke:
Taschengeld erhalten
kleine Anschaffungen selbst bezahlen
Ferienjobs oder Minijobs
mobiles Bezahlen
Online-Banking lernen
Sparen (oft zusätzliches Tagesgeldkonto möglich)
Es ist ein pädagogisch wertvolles Instrument für die finanzielle Bildung.
Gibt es Zinsen oder Bonusprogramme beim Jugendkonto?
Einige Banken bieten:
Startguthaben
Prämien für Kontoeröffnung
Bonusprogramme
kostenlose Sparprodukte
Sonderzinsen für junges Guthaben
Solche Aktionen können attraktiv sein – führen aber nicht zwangsläufig zum besten Konto. Wichtiger sind Sicherheit, Kostenfreiheit und gute App-Funktionen.
Was dürfen Jugendliche mit einem Jugendkonto rechtlich kaufen?
Jugendliche dürfen mit ihrem Geld alle Geschäfte tätigen, die im Rahmen des Taschengeldparagraphen (§110 BGB) liegen.
Dazu gehören:
Alltagskäufe (Essen, Kleidung, Schulmaterial)
digitale Käufe (Apps, Musik etc.)
Entertainment (Bücher, Spiele, Kino etc.)
Illegale oder altersbeschränkte Inhalte bleiben weiterhin ausgeschlossen.
Was passiert, wenn die Karte verloren geht?
Bei Verlust oder Diebstahl der Bankkarte sollten Eltern oder Jugendliche sofort:
Karte sperren (24-h-Hotline)
App-Zugang sichern
Ersatzkarte anfordern
Viele Banken bieten automatische Sofortsperren und sichere TAN-Verfahren, sodass kein finanzieller Schaden entsteht.
Können Jugendliche Bargeld einzahlen oder abheben?
Ja. Bargeldein- und -auszahlungen sind möglich:
am Geldautomaten
am Schalter (je nach Bank)
über Partner-Supermärkte (Cashback-Funktion)
Einzahlungen sind besonders relevant für Jugendliche mit Nebenjobs oder Babysitting-Einnahmen.
Wie wählen Eltern das beste Jugendkonto aus?
Wichtige Kriterien beim Vergleich:
komplett kostenlos
moderne App mit Jugendschutz-Funktionen
kontaktloses Bezahlen
Online-Banking
gute Bargeldverfügbarkeit
keine versteckten Gebühren
eigenständige Verwaltung für Jugendliche
Eltern-Kontrollfunktionen
Möglichkeit zur Erweiterung (Tagesgeld, Sparpläne, Kreditkarte ab 18)
Ein gutes Jugendkonto bietet sowohl Unabhängigkeit als auch Sicherheit.
Ist Online-Banking für Jugendliche erlaubt?
Ja, Jugendliche dürfen ihr Konto online verwalten – meist mit einer altersgerechten App.
Diese erlaubt:
Kontostand prüfen
Überweisungen tätigen
Karte sperren
Limits ändern
Sparziele verwalten
Oft können Eltern die App-Funktionen flexibel anpassen.
Können Jugendliche ein zweites Konto besitzen?
Ja, Minderjährige dürfen auch mehrere Konten haben – aber immer nur mit schriftlicher Zustimmung der Eltern. Häufig kommt ein zweites Konto bei Spar- oder Investitionswünschen zum Einsatz.
Welche Vorteile hat ein Jugendkonto langfristig?
Ein Jugendkonto bietet über die Jugendzeit hinaus wichtige Vorteile:
frühe Finanzkompetenz
eigenständiger Umgang mit Geld
Vorbereitung auf Ausbildung oder Studium
nahtlose Umstellung auf Erwachsenenkonto
bessere Budgetplanung
digitale Finanzkompetenz (App, Online-Banking, Mobile Payment)
Viele Banken sehen Jugendkonten als langfristige Kundenbeziehung – was später zu zusätzlichen Vorteilen führen kann.
Jugendkonto bei Bank und Sparkasse
Für Banken und Sparkassen besteht der Hauptnutzen bei der Eröffnung eines Jugendkonto, potentielle Kunden frühzeitig an ihr Unternehmen zu binden. Das Jugendkonto weist oft viele Vorteile gegenüber herkömmlichen Girokonten auf. So ist bei einem Jugendkonto die Kontoführung immer kostenlos. Viele Banken und Sparkassen bieten zudem eine Verzinsung auf das Guthaben beim Jugendkonto an. Diese Zinsen liegen nicht selten über dem Zinsniveau vom klassischem Sparbuch.
Fazit: Ein Jugendkonto ist der perfekte Einstieg in die finanzielle Selbstständigkeit
Ein Jugendkonto ist ein sicheres, modernes und kostenloses Finanzinstrument, das Jugendlichen hilft, den verantwortungsvollen Umgang mit Geld zu lernen. Für Eltern bietet es gleichzeitig Kontrolle und Sicherheit durch Limits, Einsichtsmöglichkeiten und Guthabenführung. Ob für Taschengeld, Nebenjobs oder Online-Zahlungen – ein Jugendkonto ist heute ein fester Bestandteil der finanziellen Bildung.
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