Keinen Dispo erhalten?

Was kann ich tun, wenn ich keinen Dispokredit bekomme?

In den wirtschaftlichen Krisenzeiten während der letzten Jahre wurden die Banken zunehmend vorsichtiger bei der Vergabe von Krediten aller Art. Wem früher ganz selbstverständlich schon bei Eröffnung des Girokontos ein Dispositionsrahmen in nennenswerter Höhe eingeräumt wurde, der geht heute oft leer aus. Die Kreditinstitute wissen, dass es heutzutage bei vielen Menschen um die finanziellen Möglichkeiten nicht mehr so gut steht wie noch vor einigen Jahren und diese deshalb ihren Dispositionsrahmen ständig bis zum Limit ausnutzen. Die Bank muss also in diesem Fall ständig Kapital vorschießen und kann sich nie sicher sein, wann dieses Geld wieder auf das Konto eingezahlt wird. Aus diesem Grund sind viele Kreditinstitute heute etwas knauserig, wenn es um die Vergabe von Dispositionskrediten geht. Doch auch wenn Sie keinen Dispokredit von Ihrer Bank zur Verfügung gestellt bekommen, müssen Sie nicht gleich alle Waffen strecken. Es gibt durchaus interessante Alternativen, mit denen sich ebenso kurzfristige Wünsche in finanzieller Hinsicht erfüllen lassen. Genau diese Alternativen zum Dispokredit möchten wir Ihnen nachfolgend vorstellen. Sie stellen außerdem eine Alternative zum klassischen Ratenkredit dar, denn auch dieser wird heute längst nicht mehr an jeden Antragsteller vergeben.

Möglichkeit 1: der Rahmenkredit

Der so genannte Rahmenkredit wird heute von etlichen Kreditinstituten angeboten und ähnelt in seiner Konzeption einem normalen Ratenkredit. Es gibt jedoch eklatante Unterschiede, insbesondere in der Gestaltung der Rückzahlungskonditionen. Während bei einem Ratenkredit direkt zu Beginn feste Monatsraten vereinbart werden, die über einen bestimmten Rückzahlungszeitraum vom Kunden zu leisten sind, ist der Kunde bei der Inanspruchnahme eines Rahmenkredites wesentlich flexibler. Hier wird nicht mit festgelegten Monatsbeträgen gearbeitet, sondern mit einem Prozentanteil der in Anspruch genommenen Kreditsumme. Das bedeutet konkret: Je geringer die noch offene Kreditsumme ausfällt, desto weniger müssen Sie monatlich zahlen. Am Anfang muss also etwas mehr gezahlt werden, später werden die Raten dann immer niedriger. Doch damit nicht genug der Flexibilität. Bei einem Rahmenkredit hat der Kunde außerdem die Möglichkeit, jederzeit größere Beträge oder auch die komplette Kreditsumme in einem Einmalbetrag zu tilgen. Auch diese Möglichkeit besteht in der Regel bei einem Ratenkredit nicht, beziehungsweise es wird in diesem Fall eine so genannte Vorfälligkeitsentschädigung berechnet, die je nach Kreditinstitut durchaus schwindelerregende Höhen erreichen kann. Für den Kunden ist der Rahmenkredit also sehr bequem. Er bekommt die gewünschte Kreditsumme ausgezahlt und kann später entscheiden, ob er die vom Kreditinstitut geforderten Prozentanteile der noch offenen Kreditsumme in monatlichen Raten zahlen oder lieber den kompletten Restbetrag in einer Summe abtragen möchte. Wer nun denkt, dass diese Flexibilität nur über horrend hohe Zinssätze zu erkaufen ist, der irrt. Für die meisten Rahmenkredite werden heute Zinssätze zwischen drei und zehn Prozent berechnet, was durchaus ein ganzes Stück günstiger ist, als beispielsweise bei einem Dispositionskredit. Als weiterer Vorteil kommt hinzu, dass Rahmenkredite oft auch von Kreditinstituten zur Verfügung gestellt werden, bei denen Sie nicht Ihr Gehaltskonto führen. Sie können den Rahmenkredit also auch völlig unabhängig von einem eventuell schon bestehenden Dispositionskredit in Anspruch nehmen.

Möglichkeit 2: der Abrufkredit

Beim so genannten Abrufkredit handelt es sich um eine relativ neue Kreditform, die noch nicht von jeder Bank angeboten wird. Im Grunde genommen ist ein solcher Abrufkredit eine Mischung aus Ratenkredit und Dispositionsrahmen. Das bedeutet, der Kunde kann den Kredit in der Regel nicht selbstständig in Anspruch nehmen, sondern muss dazu einen Antrag bei der Bank stellen. Allerdings werden diese Anträge meist sehr unbürokratisch und schnell bearbeitet, so dass hier nicht mit langen Wartezeiten zu rechnen ist. Ein Abrufkredit wird oftmals für Menschen zur Verfügung gestellt, denen die Bank keinen Dispositionsrahmen einräumen möchte. Diese müssen dafür in Kauf nehmen, dass sie in den Rückzahlungskonditionen etwas eingeschränkt sind. Viele Banken schreiben bei der Inanspruchnahme eines Abrufkredites eine gewisse Mindestsumme vor, die monatlich zum Ausgleich des genutzten Kreditrahmens zu leisten ist. Doch keine Angst, diese Mindestsummen sind in der Regel sehr niedrig bemessen. Nehmen Sie beispielsweise einen Abrufkredit in Höhe von 3.000 Euro in Anspruch, so wird der monatliche Rückzahlungsbetrag bei etwa 30 bis 60 Euro liegen. Im Gegensatz zu einem herkömmlichen Ratenkredit steht es dem Kunden beim Abrufkredit jedoch völlig frei, auch höhere Monatsraten zur Tilgung des Kreditvertrages zu leisten, oder den gesamten Kreditbetrag mit einer Einmalzahlung auszugleichen. Als weiteres Schmankerl kommt hinzu, dass die Zinssätze bei Abrufkrediten in der Regel zwischen drei und sechs Prozent niedriger liegen, als bei einem herkömmlichen Ratenkredit oder gar einem Dispositionskredit. Aus diesem Grund nutzen mittlerweile viele Bankkunden den Abrufkredit dazu, einen bereits in Anspruch genommenen Dispositionskredit auszugleichen. Bei solch großen Zinsunterschieden kann das durchaus Sinn machen und es können leicht einige hundert Euro eingespart werden.

Möglichkeit 3: die Kreditkarte

Eine handelsübliche Kreditkarte kann mitunter eine gute Alternative zum Dispositionskredit darstellen, an die Sie vielleicht noch gar nicht gedacht hatten. Ebenso wie bei einem Dispokredit erhalten Sie nämlich auch bei einer Kreditkarte in der Regel einen individuellen finanziellen Verfügungsrahmen. Wie hoch dieser ausfällt, hängt – genauso wie beim Dispo – von der Höhe Ihres monatlichen Einkommens sowie einigen anderen Faktoren ab. Sie können mit einer Kreditkarte nicht nur Einkäufe, Übernachtungen im Hotel, Essen im Restaurant sowie Reisen etc. bezahlen, sondern auch Bargeld an jedem Geldautomaten überall auf der Welt abheben. Für viele stellt daher heute die Kreditkarte schon eine adäquate Alternative zu einem Dispositionskredit dar. Allerdings sollten Sie dabei bedenken, dass die Zinsen für die Inanspruchnahme von Kapital über die Kreditkarte in der Regel noch ein ganzes Stück höher liegen, als bei dem ohnehin schon teuren Dispositionskredit. Zinssätze von 15 bis 20 Prozent sind hier keine Seltenheit. Sie sollten also zusehen, dass Sie Kapital, welches Sie über die Kreditkarte in Anspruch genommen haben, möglichst unverzüglich wieder zurückzahlen. Andernfalls kann die Sache sehr teuer werden. Bei den Rückzahlungskonditionen haben Sie bei einer Kreditkarte ebenfalls leichte Nachteile. Die meisten Banken und Kartenausgeber fordern gewisse Mindestsummen pro Monat und lassen daher ihren Kunden nicht völlig freie Hand, wie es bei einem Dispositionskredit der Fall ist. Jedoch sind diese Mindest-Rückzahlungssummen meist relativ gering gehalten. Fazit: Die Kreditkarte als Ersatz für den persönlichen Dispositionsrahmen sollte nur im absoluten Notfall in Anspruch genommen werden. Es sollte außerdem sichergestellt sein, dass Sie den in Anspruch genommenen Kreditbetrag innerhalb kürzester Zeit wieder zurückzahlen können. Andernfalls verschenken Sie bares Geld.

Dispokredit ohne Schufa?

Einen Dispokredit erhalten Sie bei einem negativen Schufaeintrag von Ihrer Bank oder Sparkasse in der Regel nur, wenn ein entsprechendes Guthaben oder andere Sicherheiten dagegen stehen. Auch wenn Sie schon länger Kunde ist, einen regelmäßigen Zahlungseingang vorweisen können und es noch nie größere Probleme wegen Zahlungsschwierigkeiten gab wird Ihnen Ihre Hausbank eventuell auch ohne Schufa einen Dispokredit gewähren.

Hier erfahren Sie mehr zum Kredit ohne Schufa!

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