Kleines Finanzlexikon und Begriffserklärungen

Hier haben wir einige Finanzbegriffe zusammen getragen, bei denen wir oft nach der Bedeutung gefragt werden . Wir werden versuchen Ihnen diese Begriffe aus dem Bereich Finanzen etwas näher zu bringen. Um in unserem Finanzlexikon zur Begriffserklärung beziehungsweise zur vollständigen Beschreibung zu gelangen, klicken Sie bitte auf den jeweiligen Begriff bzw. Buchstabe.

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Finanzbegriffe einfach erklärt

Finanzlexikon und Begriffserklärungen

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Baisse


Begriffserklärung Baisse: Bei der so genannten Baisse handelt es sich um einen Begriff aus der Börsensprache. Dieser bezeichnete einen Zustand an der Börse, in dem die Kurse stetig fallen. In Deutschland kennt man den Begriff Baisse hauptsächlich unter der Bezeichnung „Bärenmarkt“. Das Gegenteil der Baisse ist die sogenannte Hausse. Hält eine Baisse besonders lange an und die Kursrückgänge nehmen immer weiter zu, kann es letztendlich zu einem Börsencrash kommen. Dabei muss eine Baisse nicht immer zwangsläufig die gesamte Börse betreffen, sondern kann auch lediglich in einem Teilbereich stattfinden. So sind in der Vergangenheit bereits Situationen aufgetreten, in denen die Börse insgesamt eine Hausse (Phase mit steigenden Kursen) aufwies, Teilbereiche davon jedoch trotzdem als Baisse bezeichnet werden konnten. Ursachen für eine Baisse können beispielsweise Spekulationen sein, aber auch immer wiederkehrende Zyklen der Konjunktur. Eine Baisse hat allerdings auch ihre positiven Seiten und kann dazu führen, dass in der Vergangenheit überbewertete Aktien fortan wieder zu einem gerechtfertigten Marktpreis gehandelt werden.

Basiswert


Begriffserklärung Basiswert: Der Basiswert kommt insbesondere im Bereich Termin- oder Optionsgeschäfte zum Einsatz. Er bezeichnet den Vertragsgegenstand, auf den sich das Geschäft bezieht, bzw. der für die Erfüllung des Vertrags als Grundlage dient. Beim Basiswert kann es sich um eine Ware, aber auch um einen Finanzwert handeln. Basiswerte können beispielsweise sein: Gold, Silber, Platin, Holz, Öl, Wolle, Gewürze, Vieh, Devisen, Anleihen und vieles mehr. In Deutschland sind die Haupt-Basiswerte, auf die sich die umsatzstärksten Finanzprodukte beziehen, der DAX, der Euro, US-Dollar sowie Bundesanleihen. Typische Basiswerte sind zum Beispiel Aktien, Indizes und festverzinsliche Wertpapiere. Als Basiswert versteht sich also das zugrunde liegende Finanzinstrument zum Beispiel für Derivate wie einer Option, einem Optionsschein oder einem Zertifikat.

Bausparvertrag


Begriffserklärung Bausparvertrag: Der Bausparvertrag ist ein speziell entwickeltes Sparmodell zum Bilden von Grundkapital für einen Immobilienkauf beziehungsweise für den Neubau einer Immobilie. Dabei wird der Vertrag auf eine festgelegte Bausparsumme abgeschlossen, zu der der Inhaber des Bausparvertrags mit etwa 40 bis 50 Prozent Eigenleistung beitragen muss. Sobald diese Eigenleistung in Form von monatlichen Beiträgen in den Bausparvertrag eingezahlt ist, kann der Vertrag zugeteilt werden. Der Inhaber hat nun die Wahl, ob er ausschließlich das von ihm eingezahlte Eigenkapital oder die volle Bausparsumme in Anspruch nimmt, wobei er in letzterem Fall den über sein Eigenkapital hinausgehenden Betrag selbstverständlich inklusive Zinsen zurückzahlen muss. In Deutschland laufen Bausparverträge durchschnittlich mit einer Laufzeit von sieben bis acht Jahren. Der deutsche Staat würdigt diese Form des Sparens mit einer speziellen Bausparprämie, die von der festgelegten Bausparsumme abhängig ist und an den Bausparer ausgezahlt wird. Dieser wiederum muss eine Gebühr an die Bausparkasse bezahlen, die in der Regel circa zwei bis drei Prozent beträgt und erst bei Auszahlung der Bausparsumme fällig wird. Ein Bausparvertrag wird oft als Teil einer Immobilienfinanzierung genutzt.

Beitragsbemessungsgrenze


Begriffserklärung Beitragsbemessungsgrenze: Definition Beitragsbemessungsgrenze Beitragsbemessungsgrenze bezeichnet den Einkommensbetrag bis zu welchem eine Berechnung das Einkommen für die Sozialversicherung herangezogen wird. Soll heißen; Im Bereich der Sozialversicherungen in Deutschland bezeichnet die Beitragsbemessungsgrenze den Betrag, ab dem das Einkommen des Versicherten beitragsfrei bleibt. Für wen gilt die Beitragsbemessungsgrenze? Arbeitgeber und Arbeitnehmer zahlen jeden Monat ungefähr hälftig Beiträge an die gesetzliche Renten-, Arbeitslosen-, Kranken- und Pflegeversicherung. Die Höhe bemisst sich nach dem Bruttogehalt. Sozialversicherungsbeiträge werden nur bis zu einer gesetzlich festgelegten Höchstgrenze vom Gehalt abgezogen. Dies nennt man Beitragsbemessungsgrenze. Wie berechnet sich die Beitragsbemessungsgrenze? Die zu zahlenden Beiträge zur Sozialversicherung berechnen sich also grundsätzlich immer nur auf den Einkommensteil, der unterhalb dieser Beitragsbemessungsgrenze liegt. Der Grund dafür: Insbesondere die Beiträge für Arbeitslosen-, Renten- und Krankenversicherungen berechnen sich nicht in einem absoluten Betrag, sondern anhand eines festgelegten Prozentsatzes des Einkommens des Versicherten. Da bei Versicherten mit sehr hohen Einkommen die Versicherungsbeiträge exorbitant steigen würden, werden sie mit Hilfe der Beitragsbemessungsgrenze gedeckelt. Wichtig zu wissen ist, dass nur der Versicherte etwas von der Beitragsbemessungsgrenze hat, welcher über ein entsprechend hohes Einkommen verfügt. Erst ab überschreiten der Beitragsbemessungsgrenze hat man die Möglichkeit sich privat zu versichern und entsprechend Beiträge zu sparen. Für alle anderen Versicherten spielt die Beitragsbemessungsgrenze keine Rolle. Aktuelle Beitragsbemessungsgrenze Für das Jahr 2026 liegt die Beitragsbemessungsgrenze für die gesetzliche Renten- und Arbeitslosenversicherung bei 8450 Euro Brutto im Monat. Für die gesetzliche Krankenversicherung liegt sie bei 5812,50 Euro Brutto pro Monat.

Belegschaftsaktien


Begriffserklärung Belegschaftsaktien: Definition Belegschaftsaktie: Als Belegschaftsaktien bezeichnet man Aktien, die an die eigenen Mitarbeiter des betreffenden Unternehmens zu besseren Konditionen ausgegeben werden. Belegschaftsaktien werden in der Regel zu besonderen günstigen Konditionen an die Mitarbeiter vergeben. Es fallen meist keine Gebühren für die Transaktionen an. Wann stehen Belegschaftsaktien den Mitarbeitern zur Verfügung? Belegschaftsaktien werden oft ausgegeben, wenn das Unternehmen erstmalig an der Börse auftritt, eigene Aktien kauft oder die Aktien zwecks einer Kapitalerhöhung emittiert. Vorteile der Belegschaftsaktien Der Erwerb von Belegschaftsaktien wird außerdem steuerlich begünstigt. Das bedeutet, die Differenz zwischen regulärem Börsenkurs und speziellem Mitarbeiterkurs ist grundsätzlich frei von Lohnsteuer und Sozialversicherungsbeiträgen. Dabei ist allerdings vorgeschrieben, dass diese Differenz nicht größer als 50 Prozent des Börsenkurses sein darf. Sollte ich Belegschaftaktien kaufen? Wer an die Wirtschaftlichkeit des eigenen Unternehmens glaubt, kann sich mit Belegschaftsaktien am Gewinn beteiligen.

Beleihungswert


Bergriffserklärung Beleihungswert: Der so genannte Beleihungswert ist ein Fachbegriff aus dem Immobilienbereich. Der Beleihungswert kommt insbesondere im Zusammenhang mit der Sicherheit eines Kreditnehmers zum Tragen, für die das Kreditinstitut in der Regel einen Wert festlegt, der unterhalb des Verkehrswertes der betreffenden Immobilie liegt. Dieser Wert muss eine Gültigkeit von circa 30 Jahren aufweisen und damit dem langfristig zu erzielenden Wert der Immobilie unter vorsichtiger Schätzung entsprechen. Dafür gibt es bestimmte gesetzliche Regelungen, die bei der Ermittlung des Beleihungswertes vom Kreditinstitut beachtet werden müssen. Diese Ausführungen in „amtsdeutscher“ Sprache sind für viele recht schwer verständlich. Deshalb noch einmal konkret: Der Beleihungswert stellt jenen Wert dar, der bei einer vorsichtigen Schätzung innerhalb der nächsten 30 Jahre zu jedem Zeitpunkt für eine Immobilie auf jeden Fall erzielt werden kann. Die Bank schätzt den Beleihungswert also so vorsichtig, dass dieser die Sicherheit bietet, den betreffenden Betrag bei einem eventuell notwendig werdenden Verkauf der Immobilie in jedem Fall zu erzielen.

Berufsunfähigkeitsversicherung


Begriffserklärung Berufsunfähigkeitsversicherung: Eine Berufsunfähigkeitsversicherung schützt den Versicherungsnehmer vor den finanziellen Folgen einer dauerhaften Berufsunfähigkeit. Die Berufsunfähigkeitsversicherung kann als eigenständige Versicherungsform, aber auch in Form einer privaten Zusatzversicherung abgeschlossen werden. Im Falle einer nachgewiesenen Berufsunfähigkeit zahlt die Berufsunfähigkeitsversicherung eine Berufsunfähigkeitsrente aus. Für Arbeitnehmer, die vor dem 1. Januar 1961 geboren sind, ist die Berufsunfähigkeitsversicherung nicht zwingend notwendig, da diese Personen bereits durch die im Rahmen der gesetzlichen Rentenversicherung enthaltene Invalidenrente weitgehend abgesichert sind. Jüngere Personen können dagegen durch die staatliche Vorsoge nicht mehr geschützt werden – für sie bietet sich also der separate Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung an. Für Beamte existiert in Deutschland eine ähnliche Versicherungsform, sie nennt sich Dienstunfähigkeitsversicherung. Der Leistungsumfang ist dabei annähernd gleich der Berufsunfähigkeitsversicherung, lediglich die Feststellung der Dienstunfähigkeit wird hierbei von der zuständigen Dienststelle des Beamten festgestellt und ausgesprochen, nicht durch einen von der Versicherung bestimmbaren Arzt.

Blue Chip


Begriffserklärung Blue Chip: Bei einem Blue Chip handelt es sich um eine Aktie eines international agierenden, sehr bekannten Konzerns, die an der Börse eine besondere Bedeutung genießt und in ihrer Kursentwicklung zusammen mit anderen Blue Chips die Grundlage für eine Berechnung des jeweiligen Leit-Indizes bildet. Ein solcher Leitindex könnte beispielsweise der DAX, der Dow Jones oder auch der Nikkei Index sein. In Deutschland bezeichnet man Blue Chips in der Regel auch als Standardwerte. Der Leitindex, zur dessen Entwicklung diese Standardwerte beitragen, sagt viel über die gesamte Entwicklung an der Börse aus und findet daher große Beachtung in der ganzen Welt. Er ist grundsätzlich ein Abbild der wirtschaftlichen Lage einzelner Länder, Länderverbunde oder auch der ganzen Welt. In Deutschland gelten Blue Chips als besonders sichere Werte. Dazu zählen beispielsweise die Aktien der Deutschen Telekom, Daimler, Siemens oder einiger führender Versicherungen.

Börse


Begriffserklärung Börse: Als Börse bezeichnet man grundsätzlich einen Handelsplatz für Wertpapiere aller Art. Dies können zum Beispiel Aktien, Devisen, Anleihen und ähnliches sein. Auch für Waren aller Art existieren spezielle Börsen, die folgerichtig als Warenbörsen bezeichnet werden. Wer Wertpapiere an einer Börse kaufen möchte, kann dies in der Regel nicht selbst tun, sondern erledigt seine Geschäfte über einen an der Börse tätigen Makler. Durch das Internet sind allerdings nur noch die wenigsten Makler direkt auf dem Börsenparkett tätig, viele Handelsaktivitäten finden inzwischen virtuell über Computersysteme statt. Die mit Abstand am häufigsten an der Börse gehandelten Wertpapiere sind Aktien. Die Entwicklung ihrer Kurse bestimmen über Erfolg oder Misserfolg beim Handeln an der Börse. Dabei haben sowohl gesamtwirtschaftliche Faktoren als auch politische Entscheidungen großen Einfluss auf die Entwicklung dieser Aktienkurse.

Broker


Begriffserkärung Broker: Die Bezeichnung Broker wird international für den Beruf eines Börsenmaklers verwendet. Es handelt sich dabei in der Regel um einen Angestellten einer Bank oder eines Unternehmens im Bereich Wertpapierhandel, der das Bindeglied zwischen Käufern und Verkäufern von Wertpapieren aller Art bildet. Durch den Broker haben Anleger die Möglichkeit, an der Börse Wertpapiere zu kaufen und/oder zu verkaufen. Für seine Dienste erhält der Broker eine festgelegte Provision, die auch als Vermittlungsgebühr bezeichnet wird. Um als Broker arbeiten zu können, benötigt es zunächst eine fundierte Ausbildung im Bankwesen – speziell im Wertpapierbereich. Anschließend sollte man ausreichend Berufserfahrungen sammeln, um in der späteren Funktion als Broker für seine Kunden die bestmöglichen Entscheidungen treffen zu können. In Zeiten des Internets nimmt die Wichtigkeit von Brokern allerdings zunehmend ab, da zahlreiche Dienstleister über das Internet bereits die Möglichkeit bieten, ohne den Einsatz eines Brokers selbst Wertpapiere an der Börse zu kaufen und/oder zu verkaufen.

Bullenmarkt & Bärenmarkt


Begriffserklärung Bärenmark & Bullenmarkt: Bärenmarkt Als Bullen- und Bärenmarkt bezeichnet man zwei spezielle Zustände an der Börse, die international auch mit den Begriffen Hausse und Baisse bezeichnet werden. Die betreffenden Zustände verhalten sich dabei genau gegenteilig: Bei einer als Bärenmarkt bezeichneten Situation an der Börse fallen die Kurse der dort gehandelten Wertpapiere über einen längeren Zeitraum. Zwischenzeitlich können immer wieder Erholungsphasen auftreten, die Tendenz zeigt jedoch langfristig deutlich nach unten. Bullenmarkt Anders bei einem Bullenmarkt. Hier zeigt sich genau das gegenteilige Phänomen, das heißt, die Kurse der an der Börse gehandelten Wertpapiere steigen über einen längeren Zeitraum, erleben also einen regelrechten Höhenflug. Dabei kann der Übergang vom Bullen- zum Bärenmarkt fließend und daher zunächst kaum erkennbar sein. Die Kunst des erfolgreichen Handels an der Börse besteht also darin, solche Entwicklungen so früh wie möglich zu erkennen und sein Handeln darauf abzustimmen.

Bundesanleihen


Begriffserklärung Bundesanleihen: Als Bundesanleihen bezeichnet man festverzinsliche Wertpapiere, welche die Form einer Schuldverschreibung aufweisen. Bundesanleihen werden vom deutschen Staat zum Zweck der Finanzierung des Staatshaushaltes in regelmäßigen Abständen emittiert. Zuständige Behörde dafür ist die Bundesfinanzagentur, welche die Bundesanleihen kostenlos für die Anleger verwahrt. Diese können die Anleihen über viele Banken und Sparkassen erwerben. Die Laufzeit einer solchen Bundesanleihe beträgt in der Regel zwischen 10 und 30 Jahren. Es existieren zwar auch Anleihen mit kürzerer Laufzeit – zum Beispiel fünf Jahre – diese heißen dann allerdings Bundesobligationen. Die Zinsauszahlungen für den Anleger erfolgen bei Bundesanleihen jährlich. Am Ende der Laufzeit wird außerdem der Nennwert der Anleihe ausgezahlt. In der Regel gelten Bundesanleihen als besonders sichere Wertpapiere.

Bundesschatzbriefe


Begriffserklärung Bundesschatzbriefe: Bei Bundesschatzbriefen handelt es sich um Schuldverschreibungen des deutschen Staates. Im Gegensatz zu den Bundesanleihen sind Bundesschatzbriefe grundsätzlich nicht an einer Börse gelistet. Sie werden jedoch ebenfalls von der Bundesfinanzagentur ausgegeben und verwaltet. Grundsätzlich gibt es zwei verschiedene Typen von Bundesschatzbriefen. Sie unterscheiden sich vor allem dadurch, wie die Zinsgewinne ausgezahlt werden. Beim so genannten Typ A werden die Zinsen jedes Jahr ausgezahlt. Beim Typ B werden dagegen die Zinsen nur einmal zum Ende der Laufzeit ausgezahlt. Dies hat allerdings den Vorteil, dass die Zinsgewinne thesauriert werden und dementsprechend größer ausfallen. Die Renditen, welche durch Bundesschatzbriefe erwirtschaftet werden können, werden von vielen Anlegern als relativ niedrig empfunden. Dabei muss jedoch bedacht werden, dass Bundesschatzbriefe als besonders sichere Anlageform gelten und damit weniger für performanceorientierte Anleger interessant sind. Für besonders sicherheitsbewusste Anleger sind Bundesschatzbriefe jedoch eine sehr interessante Alternative zu Aktien und Co.

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