Kleines Finanzlexikon und Begriffserklärungen

Hier haben wir einige Finanzbegriffe zusammen getragen, bei denen wir oft nach der Bedeutung gefragt werden . Wir werden versuchen Ihnen diese Begriffe aus dem Bereich Finanzen etwas näher zu bringen. Um in unserem Finanzlexikon zur Begriffserklärung beziehungsweise zur vollständigen Beschreibung zu gelangen, klicken Sie bitte auf den jeweiligen Begriff bzw. Buchstabe.

Finanzlexikon und Begriffserklärungen

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Begriffe & Deffinitionen - Übersicht:

Lebensversicherung


Begriffserklärung Lebensversicherung: Die Lebensversicherung ist eine der meisten abgeschlossenen Versicherungsformen in Deutschland. Es gibt sie in unzähligen verschiedenen Ausführungen, die jeweils auf spezielle Einsatzzwecke zugeschnitten sind. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen der Erlebensversicherung und der Ablebensversicherung. Bei der Ablebensversicherung werden die Versicherungsleistungen erst dann ausgezahlt, wenn der Versicherte während der Versicherungsdauer zu Tode kommt. Daraus ergibt sich der Umstand, dass der Versicherte selbst aus dieser Form der Lebensversicherung niemals Leistung beziehen kann. Im Gegensatz dazu zahlt die Erlebensversicherung ihre Leistungen nur dann aus, wenn der Versicherte den Zuteilungszeitpunkt der Versicherung erlebt. In diesem Fall spricht man auch oft von einer Kapitallebensversicherung, die vornehmlich dazu abgeschlossen wird, Kapital anzusparen, das beispielsweise später zur Aufbesserung der Rente verwendet werden kann. Die Ablebensversicherung dagegen wird meist als Risikolebensversicherung abgeschlossen, welche zur Absicherung der Hinterbliebenen – insbesondere bei Familien – gedacht ist.

Leitzins


Begriffserklärung Leitzins: Der so genannte Leitzins wird durch die europäische Zentralbank festgelegt. Es handelt sich beim Leitzins um einen Zinssatz, der zur Steuerung der Geldpolitik im jeweiligen Land dient. Für den Verbraucher hat der Leitzins dabei keine direkte Bedeutung. Er gibt an, zu welchem Zinssatz sich Kreditinstitute Geld von der Europäischen Zentralbank ausleihen können. Durch die Anhebung oder Senkung des Leitzinssatzes kann die Europäische Zentralbank die Entwicklung der Zinssätze, die dem Verbraucher oder Geschäftskunden vom jeweiligen Kreditinstitut geboten werden, aktiv beeinflussen. Man spricht bei den Leitzinsen auch vom so genannten Refinanzierungszinssatz. Er stellt die Bezugsgröße für den im Bürgerlichen Gesetzbuch in Deutschland festgelegten Basiszinssatz dar, der wiederum das Zinsniveau an den Kapitalmärkten maßgeblich mitbestimmt. Bewegt sich die Wirtschaft in einem Land also extrem in eine bestimmte Richtung, so kann die Europäische Zentralbank durch die Änderung des Leitzins die Auswirkungen dieser Entwicklung eindämmen und sie schließlich vollständig umkehren.

Limit


Begriffserklärung Limit: Der aus dem Englischen stammende Begriff Limit bedeutet ins Deutsche übersetzt soviel wie „Grenze“. Im Finanzsektor kann man durch die Angabe von Limits einen Auftrag zum Kauf oder Verkauf eines Wertpapiers finanziell begrenzen. Damit erreicht der Anleger, dass ihm kein Kapital dadurch verloren geht, dass das Wertpapier zu einem zu hohen Preis gekauft beziehungsweise zu einem zu niedrigen Preis verkauft wird. Sollte der Preis für das Wertpapier also das vorgegebene Limit des Anlegers unter- beziehungsweise überschreiten, so wird der Auftrag einfach nicht ausgeführt. Man spricht dabei auch von limitierten Aufträgen. Vor einem Kaufauftrag teilt der Kunde seinem Broker einen Höchstkurs mit, bis zu dem er das entsprechende Wertpapier kaufen möchte. Bei Verkaufsaufträgen ist es genau umgekehrt: Hier gibt der Anleger einen Mindestwert an, zu dem er sein Wertpapier verkaufen möchte. Wird dieser Mindestwert nicht erreicht, so wird der Verkaufsauftrag nicht ausgeführt.

Lohnsteuer


Begriffserklärung Lohnsteuer: Die Lohnsteuer ist eine bestimmte Form der Einkommensteuer in Deutschland. Sie wird grundsätzlich auf alle Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit erhoben. Selbstständige und Freiberufler müssen also keine Lohnsteuer bezahlen (für sie gibt es andere Steuerarten). Um das System der Lohnsteuer in Deutschland transparent und gerecht zu machen, wurden verschiedene Steuerklassen festgelegt, in die alle Lohnsteuerpflichtigen eingeteilt wird. Die entsprechende Steuerklasse wird dabei auf der Lohnsteuerkarte eingetragen, die der Steuerpflichtige bei seinem Arbeitgeber hinterlegt. Am Ende des Jahres hat der Steuerpflichtige die Möglichkeit, einen Lohnsteuerjahresausgleich durchzuführen, bei dem der Steuerbetrag so berechnet wird, dass er identisch mit der Einkommensteuer ist. Hat der Steuerpflichtige nach Abzug der Freibeträge, beispielsweise für Werbekosten oder Sonderausgaben, zu viel Steuern gezahlt, so erhält er einen entsprechenden Anteil der gezahlten Lohnsteuer zurück. Ergibt sich allerdings, dass die Steuern zu niedrig berechnet wurden, so muss er entsprechend nachzahlen.

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