Kleines Finanzlexikon und Begriffserklärungen

Hier haben wir einige Finanzbegriffe zusammen getragen, bei denen wir oft nach der Bedeutung gefragt werden . Wir werden versuchen Ihnen diese Begriffe aus dem Bereich Finanzen etwas näher zu bringen. Um in unserem Finanzlexikon zur Begriffserklärung beziehungsweise zur vollständigen Beschreibung zu gelangen, klicken Sie bitte auf den jeweiligen Begriff bzw. Buchstabe.

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Finanzbegriffe einfach erklärt

Finanzlexikon und Begriffserklärungen

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Kapitalertragsteuer


Begriffserklärung Kapitalertragsteuer: Wie der Name bereits andeutet, ist die Kapitalertragsteuer eine Steuerform, die auf die Erträge aus Kapitalanlagen erhoben wird, beziehungsweise erhoben wurde. Die Kapitalertragsteuer wurde Anfang 2009 durch die neue Abgeltungssteuer abgelöst und ist daher heute nicht mehr aktiv. Grundsätzlich handelt es sich bei der Kapitalertragsteuer um eine besondere Form der Erhebung der Einkommenssteuer. Sie ist als Vorauszahlung der Steuer auf die eigenen Kapitalerträge anzusehen. Der tatsächliche Steuerbetrag wurde – im Gegensatz zur neuen Abgeltungssteuer – erst im Nachhinein im Rahmen der Jahressteuererklärung ermittelt. Dieser konnte entweder höher oder niedriger als zuvor berechnet liegen, wodurch sich Erstattungen oder (in den meisten Fällen) Nachzahlungen für den Steuerpflichtigen ergaben. Die Steuersätze variierten bei der Kapitalertragsteuer zwischen 20 und 35 Prozent, je nach Art der Kapitalanlage. In der neuen Abgeltungssteuer dagegen ist der Steuersatz pauschal mit 25 Prozent festgelegt, lediglich der Solidaritätszuschlag und eventuell die Kirchensteuer können hier noch hinzukommen.

Kapitalwahlrecht


Begriffserklärung Kapitalwahlrecht: Das so genannte Kapitalwahlrecht kommt überwiegend bei Rentenversicherungen zum Einsatz. Es bezeichnet die Wahlmöglichkeit des Versicherten hinsichtlich der Auszahlung seines Kapitals zum Zeitpunkt, an dem die Versicherung zuteilungsreif ist. Sofern in einem Versicherungsvertrag dieses Kapitalwahlrecht vereinbart wurde, hat der Versicherte die Möglichkeit, die Versicherungssumme entweder in einem Betrag (zzgl. eventueller Überschussbeteiligungen und Zinsen) zu erhalten, oder er wählt die zweite Variante und erhält seine Versicherungssumme in Form von monatlichen Rentenbeträgen ausbezahlt. Die meisten Versicherten wählen heutzutage die zweite Möglichkeit, da bei der Kapitalauszahlung in einer Summe oftmals steuerliche Nachteile entstehen können. Diese Variante lohnt sich heute in der Regel nur noch dann, wenn die entsprechende Versicherung vor dem 1. Januar 2005 abgeschlossen wurde. In diesem Fall muss der Versicherte keine Steuern auf seine Auszahlung leisten.

KfW


Begriffserklärung KfW: Das Kürzel KfW steht für die „Kreditanstalt für Wiederaufbau“. Diese Institutionen wird teilweise auch als „KfW Mittelstandsbank“ bezeichnet. Es handelt sich bei der KfW um ein Kreditinstitut, das sich auf die Belange von kleinen und mittleren Unternehmen in Deutschland spezialisiert hat. Die KfW ist jedoch nicht nur ein einfaches Kreditinstitut, sie hält auch umfangreiche Kataloge von Fördermaßnahmen für Existenzgründer und bestehende Unternehmer bereit. Voraussetzung ist dabei allerdings, dass die Begünstigten in die deutsche Wirtschaft investieren und sich das betreffende Unternehmen mehrheitlich in Privatbesitz befindet. Um eine Grenze zwischen mittelständischen und Großunternehmen zu ziehen, wurde der maximale Jahresumsatz für die Nutzung von Produkten und Dienstleistungen der Kreditanstalt für Wiederaufbau auf 500 Millionen Euro begrenzt. Grundsätzlich vergibt die KfW sowohl Kredite für Investitionen im eigenen Land als auch für den Einkauf von Betriebsmitteln für das betreffende Unternehmen.

Kontokorrentkredit


Begriffserklärung Kontokorrentkredit: Als Privatperson haben Sie sicher schon einmal den Begriff „Dispositionskredit“ – kurz: Dispo – gehört. Dabei handelt es sich um eine vom Kreditinstitut eingeräumte Überziehungsmöglichkeit für ein Girokonto, die der Kunde bzw. der Kontoinhaber nach Belieben nutzen kann. Dafür wird ein Verfügungsrahmen festgelegt, innerhalb dessen sich der Kreditnehmer frei bewegen kann. Ganz ähnlich verhält es sich auch bei einem Kontokorrentkredit – mit der Ausnahme, dass dieser Kredit nicht Privatleuten, sondern ausschließlich Firmenkunden angeboten wird. Der Kontokorrentkredit ist also quasi der Dispokredit für Firmenkunden. Das Unternehmen hat dabei die Möglichkeit, einen festen Kreditrahmen jederzeit ganz oder teilweise zu nutzen und ist flexibel in der Gestaltung der Rückzahlungskonditionen. Somit eignet sich der Kontokorrentkredit ideal für kurzfristige Investitionen zur Anschaffung von Waren oder Arbeitsmaterialien, die in absehbarer Zeit wieder auf das Konto zurückfließen können. Bei einigen Firmenkonten ist der Kontokorrentkredit bereits von Anfang an im Leistungsumfang enthalten, bei anderen muss er separat beantragt werden.

Kurs


Begriffserklärung Kurs: Als Kurs bezeichnet man den Verlauf des Wertes eines Wertpapiers, der sich grundsätzlich aus Angebot und Nachfrage ergibt. Dieser Kurs wird an den deutschen Wertpapierbörsen ständig aufgezeichnet und ist öffentlich einsehbar. Oftmals reguliert sich der Kurs eines Wertpapier quasi von selbst, da bei einem fallenden Preis die Nachfrage nach dem Wertpapier grundsätzlich steigt und sich damit der Kurswert erhöht. Erzeugt ein Wertpapier aufgrund schwankenden Kurse einen sehr starken Umsatz, sprich man dabei auch von einem „variablen Kurs“. An den Börsen kennt man vor allem die Begriffe Eröffnungs- und Schlusskurs. Bei Ersterem handelt es sich um den Kurs, der bei Börsenöffnung notiert wird, Letzterer stellt den Kurs dar, der zum täglichen Schluss der Börse aufgezeichnet wird.

Kurs-Gewinn-Verhältnis


Begriffserklärung Kurs-Gewinn-Verhältnis: Das so genannte Kurs-Gewinn-Verhältnis ist eine Kennzahl, die im Rahmen der Analyse von Aktien oftmals eine wichtige Rolle übernimmt. Diese, oft als KGV abgekürzte Kennzahl ermöglicht es, die Ertragsfähigkeit einer Aktie zu messen. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis wird dabei berechnet, indem man den Aktienkurs durch den geschätzten Gewinn pro Aktie teilt. Damit eine Aktie eine äußerst positive Performance aufweist, sollte das Kurs-Gewinnverhältnis möglichst hoch ausfallen. Je niedriger dieses Verhältnis ausfällt, desto günstiger wird die Akte im Endeffekt angeboten werden. Doch nicht nur auf dem Aktienmarkt, sondern auch bei der Bewertung von Unternehmen kommt das Kurs-Gewinnverhältnis oftmals zum Einsatz. Hier wird es im Rahmen der Unternehmensanalyse eingesetzt und gibt wichtige Hinweise darüber, welche Innovationskraft das Unternehmen beinhaltet und wie der zukünftige Unternehmensgewinn ausfallen könnte.

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