Kleines Finanzlexikon und Begriffserklärungen

Hier haben wir einige Finanzbegriffe zusammen getragen, bei denen wir oft nach der Bedeutung gefragt werden . Wir werden versuchen Ihnen diese Begriffe aus dem Bereich Finanzen etwas näher zu bringen. Um in unserem Finanzlexikon zur Begriffserklärung beziehungsweise zur vollständigen Beschreibung zu gelangen, klicken Sie bitte auf den jeweiligen Begriff bzw. Buchstabe.

Finanzlexikon und Begriffserklärungen

A B C D E F G H I K L M N O P Q R S T Ü V W

Parkett


Begriffserklärung Parkett: Als Parkett bezeichnet man den Ort, an dem Wertpapiere real gehandelt werden. Im Gegensatz zur elektronischen Börse, die grundsätzlich dezentral angelegt ist, konzentriert sich das so genannte Parkett auf einen bestimmten, realen Ort. Man bezeichnet damit also den Handelsplatz in einer Börse. Dort treffen sich zu festgelegten Zeitpunkten die Börsenhändler, um den Handel mit Aktien und anderen Wertpapieren zu treiben. Somit wird Aktienhandel, der nicht rein elektronisch – zum Beispiel im Internet – stattfindet, auch als Parketthandel bezeichnet. Früher sind Aktien und andere Wertpapiere ausschließlich auf dem Parkett gehandelt worden, heute werden sie von computergestützten, elektronischen Systemen unterstützt oder sogar ganz abgelöst. Die wichtigste Börse für den Parketthandel in Deutschland ist die Frankfurter Wertpapierbörse, an der Wochen täglich von 9:00 bis 20:00 Uhr Wertpapiere gehandelt werden.

Penny Stock


Begriffserklärung Penny Stock: Der Begriff Penny Stock bezeichnet Aktien, die unterhalb der Hauptwährung des jeweiligen Landes gehandelt werden. Oftmals sind solche Aktien nicht an der Börse notiert, sondern werden außerbörslich gehandelt. In Deutschland würde man also von einer Penny Stock sprechen, wenn der Kurs der Aktie dauerhaft weniger als einen Euro beträgt. Der Handel mit solchen Billig-Aktien ist mit einem besonders hohen Risiko verbunden, da die Kurse der Penny Stocks oftmals große Schwankungen aufweisen. In Europa ist das Aufkommen an solchen Aktien allerdings sehr gering, während sie insbesondere in den USA in großer Anzahl gehandelt werden.

Pensionskasse


Begriffserklärung Pensionskasse: Als Pensionskasse bezeichnet man ein Lebensversicherungsunternehmen, dass sich insbesondere auf die Absicherung des Altersruhestandes der Versicherten spezialisiert hat. Dabei hat die Pensionskasse nicht nur den Versicherten selbst im Auge, sondern auch seine Hinterbliebenen im Falle des Todes oder einer Invalidität. In einer Pensionskasse können sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer Mitglied werden. Das Mitglied kann somit selbst der Begünstigte für die Leistung aus der Pensionskasse sein, als auch diese für andere Begünstigte abschließen. In Deutschland gibt es dabei die gesetzliche Regelung, dass Beträge, die in die Pensionskasse eingezahlt werden, in einer Höhe von bis zu vier Prozent der Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Rentenversicherung steuer- und sozialversicherungsfrei sind. Pensionskassen unterliegen grundsätzlich der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin).

Personenversicherung


Begriffserklärung Personenversicherung: In Deutschland unterscheidet man im Groben zwischen der Personenversicherung und der Sachversicherung. Personenversicherungen sind – wie der Name schon andeutet – alle Versicherungsformen, die sich auf eine einzelne Person beziehungsweise deren persönliche Risiken beziehen. Die klassische Personenversicherung ist damit die Krankenversicherung – egal, ob diese in der gesetzlich geforderten oder in einer privaten Version abgeschlossen wird. Auch Lebensversicherung, Unfallversicherung und Berufsunfähigkeitsversicherung sind klassische Personenversicherungen. Die Beiträge für Personenversicherungen sind nicht für jeden Versicherten gleich, sondern werden in der Regel nach individuellen Gesichtspunkten berechnet. Oft ist dabei eine Prüfung – z. B. hinsichtlich der Gesundheit des Versicherten – notwendig. Je größer das Risiko durch den Versicherten für die Versicherungsgesellschaft ausfällt, desto höher wird auch die Prämie für eine Personenversicherung liegen.

Pfandbrief


Begriffserklärung Pfandbrief: Als Pfandbrief bezeichnet man eine Schuldverschreibung, die durch ein bestimmtes Pfand gedeckt ist. Die genauen Regularien zu diesen Schuldverschreibungen sind im Pfandbriefgesetz in Deutschland festgelegt. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen vier verschiedenen Pfandbrieftypen: dem Hypothekenpfandbrief, dem öffentlichen Pfandbrief, dem Schiffspfandbrief sowie dem Flugzeugpfandbrief. Insbesondere öffentliche Pfandbriefe werden sehr gerne als sichere und langfristige Kapitalanlage herangezogen. Dabei kann es sich beispielsweise um öffentliche Schuldverschreibungen, Schatzanweisungen oder Schuldbuchforderungen handeln. Nicht jede Schuldverschreibung kann sich dabei Pfandbrief nennen. Dieser Begriff ist gesetzlich geschützt, so dass eine Schuldverschreibung zunächst auf das Vorhandensein bestimmter Kriterien geprüft werden muss, bevor sie sich Pfandbrief nennen darf.

Police


Begriffserklärung Police: Police ist ein anderer Ausdruck für Versicherungsschein. Man bezeichnet damit den Nachweis über einen abgeschlossenen Versicherungsvertrag, in dem alle Bedingungen zwischen dem Versicherungsnehmer und dem Versicherungsgeber festgelegt sind. Die Police stellt daher das wichtigste Vertragsdokument für eine Versicherung dar. Der Versicherungsnehmer belegt hiermit, die Versicherung zu den genannten Bedingungen abgeschlossen zu haben. Im Falle eines Versicherungsschadens muss die Police vorgelegt werden, um die Leistungen aus der Versicherung in Anspruch nehmen zu können. Die meisten Policen können im übrigen nicht einfach auf eine andere Person durch Weitergabe übertragen werden. Dies gilt insbesondere bei Personenversicherungen, z. B. Lebens- oder Rentenversicherungen. In diesem Fall gilt die Police nur für die Person, die explizit darauf vermerkt ist.

Portfolio


Begriffserklärung Portfolio: Der Begriff Portfolio, welcher oft für eine Ansammlung von Aktien in einem Depot mit einem bestimmten Inhaber verwendet wird, entstammt dem französischen und lehnt sich an den Begriff „Portefeuille“ an. Dieser Begriff bedeutet soviel wie Brieftasche oder Aktentasche. Insbesondere im Wertpapierbereich spricht man von einem Portfolio, wenn alle Wertpapiere eines Besitzers zusammengenommen gemeint sind. Damit meint man also eine Zusammenstellung verschiedenster Aktien, Wertpapiere und sonstiger Finanzinstrumente, die entweder einem Besitzer alleine oder einer Gemeinschaft von Besitzern gehören. Letzterer Punkt trifft vor allem bei Investmentfonds zu, die ebenfalls über ein Portfolio von Werten verfügen, das allerdings nicht einem Anleger, sondern der Fondsgemeinschaft gehört.

Private Equity


Begriffserklärung Private Equity: Als Private Equity bezeichnet man Investments und Beteiligungen an Unternehmen, die zumeist nicht an einer Börse gelistet sind. Somit handelt es sich bei der Private Equity um spezielle Beteiligungen, die nicht zentral an einer Börse gehandelt werden, deren Handel sich also dezentral gestaltet. Besonders bekannte Formen von Private Equity sind die Unternehmensbeteiligungen an den so genannten Start-ups, also junge Unternehmen, denen Kapital zu erhöhtem Risiko zur Verfügung gestellt wird. Dabei spricht man auch von Wagnis- oder Risikokapital, oder – im englischsprachigen Bereich – von „venture capital“. Wichtig zu wissen ist, dass Kapitalbeteiligungen im Rahmen der Private Equity oftmals sehr risikoreich sind und daher nur von erfahrenen Anlegern mit genügend Kapital in der Hinterhand in Angriff genommen werden sollten. Für langfristige und risikoarme Anlagen ist Private Equity dagegen eher nicht geeignet.

Put


Begriffserklärung Put: Als Put bezeichnet man in der Finanzfachsprache eine Verkaufsoption. Mit Put wird das Recht bezeichnet, eine festgelegte Menge eines bestimmten Basiswertes in einer festgelegten Zeit oder an einem festgelegten Fälligkeitszeitpunkt zu einem ebenfalls festgelegten Preis zu verkaufen. Dabei handelt es sich um ein Investmentmodell. Die Renditen werden hierbei erzielt, indem der Kurs für den Basiswert während der Optionsfrist nach Möglichkeit sinkt, so dass der Basiswert zum Verkaufszeitpunkt zu einem höheren Preis verkauft werden kann, als das eigentlich am Markt möglich wäre. Der Verkäufer der Option erhält außerdem eine so genannte Optionsprämie vom Käufer. Dieser kann wiederum entscheiden, ob und wann er den Put ausgeübt.

4.6/5 - (14 votes)