Hier haben wir einige Finanzbegriffe zusammen getragen, bei denen wir oft nach der Bedeutung gefragt werden . Wir werden versuchen Ihnen diese Begriffe aus dem Bereich Finanzen etwas näher zu bringen. Um in unserem Finanzlexikon zur Begriffserklärung beziehungsweise zur vollständigen Beschreibung zu gelangen, klicken Sie bitte auf den jeweiligen Begriff bzw. Buchstabe.
Finanzlexikon und Begriffserklärungen
Venture Capital
Begriffserklärung Venture Capital: Der neudeutsche Begriff Venture Capital ist ein anderer Ausdruck für Risikokapital. Venture Capital wird in Deutschland auch als Wagniskapital bezeichnet. Der Investor investiert sein Kapital dabei ausschließlich in Unternehmen, die noch relativ jung sind und eine vielversprechende Zukunft aufweisen. Oft sind das so genannte „Startups“ – also junge Firmen, die auf einer innovativen und völlig neuen Idee aufbauen und vornehmlich im Internet tätig sind. Für die Vergabe von Venture Capital steht ein spezieller Beteiligungskapitalmarkt zur Verfügung. Üblicherweise verläuft ein Venture Capital Investment so, dass der Kapitalgeber seine Einlage zunächst an einen Finanzintermediär übermittelt, der seinerseits das Kapital daraufhin an verschiedene Unternehmen vergibt. Dabei kann die Einlage entweder als voll haftendes Eigenkapital oder als eigenkapitalähnliche Finanzierungsform eingebracht werden.
Versicherungssumme
Begriffserklärung Versicherungssumme: Grundsätzlich bezeichnet der Begriff Versicherungssumme den Kapitalbetrag, über den eine Versicherung abgeschlossen wurde. Allerdings kann man in diese Definition auf zwei verschiedene Arten interpretieren. Um den Unterschied zu verstehen, muss man zunächst zwischen der Schadenversicherung und der Summenversicherung unterscheiden. Die klassische Schadenversicherung ist dabei beispielsweise die Kfz-Haftpflicht. Es handelt sich hierbei also um eine Versicherungsform, die mit ihrer Leistung einen Schaden reguliert, der dem Versicherten entstanden ist. Die Versicherungssumme wird bei dieser Versicherungsformen meist als maximal zu deckende Schadenssumme angegeben. Bei einer Summenversicherung – wie sie beispielsweise die Lebensversicherung darstellt – ist die Versicherungssumme dagegen eine feste, im Vertrag vereinbarte Größe. Nach Ablauf der Versicherungsdauer erhält der Versicherungsnehmer genau diese Summe als Versicherungsleistung ausgezahlt.
Verwaltungsgebühren
Begriffserklärung Verwaltungsgebühren: Die so genannten Verwaltungsgebühren entstehen grundsätzlich bei fast jeder Finanzdienstleistung, auch bei Versicherungen werden sie oft erhoben. Es handelt sich dabei um Gebühren, die für die Verwaltung der Kundendaten sowie alle mit dem Abschluss des jeweiligen Vertrages in Zusammenhang stehenden Vorgängen anfallen. Bei einem Kreditvertrag können die Verwaltungsgebühren zum Beispiel dadurch entstehen, dass regelmäßig die Zinssätze neu berechnet und festgelegt werden müssen. Außerdem müssen die monatlichen Ratenzahlungen des Kreditnehmers überwacht werden – auch dadurch entstehen dem Kreditgeber entsprechende kosten. Auch bei Versicherungen verschlingt die Datenhaltung sowie die Kommunikation mit dem Kunden entsprechendes Kapital, das der Versicherte in Form einer Verwaltungsgebühr bezahlen muss.
Volatilität
Begriffserklärung Volatilität: Volatilität ist ein Begriff aus der Finanz- beziehungsweise Börsensprache. Volatilität bezeichnet die Schwankungsanfälligkeit eines fest definierten Wertes. Ein solcher Wert kann beispielsweise der eines Wertpapiere sein, eines Aktienindexes oder zum Beispiel auch ein Rohstoffpreis. Dabei wird die Volatilität in Form einer Standardabweichung berechnet, welche die Veränderung der zugrunde liegenden Variable abbildet. Berechnen kann man die Volatilität, indem man die Differenz zwischen einem vordefinierten Standardwert und dem Wert zu einem frei festzulegenden Zeitpunkt ermittelt. Welche Zeitspanne zwischen dem ermittelten Standardwert und dem neu zu definierenden Wert liegt, ist dabei sehr unterschiedlich. Zwar hat sich in der Finanzwelt ein oft benutzter Wert von einem Jahr etabliert, er gilt jedoch nicht als feste Vorgabe, sondern kann grundsätzlich durch jeden anderen Zeitwert ersetzt werden. Ist die Volatilität eines Wertes ermittelt, so kann diese als Maß für dessen Sicherheit herangezogen werden. Je größer die Volatilität ausfällt, desto größere Schwankungen weist der zugrunde liegende Wert auf und desto unsicherer ist seine positive Entwicklung.
Vorzugsaktien
Begriffserklärung Vorzugsaktien: Grundsätzlich muss bei der Vergabe von Aktien zwischen Stammaktien und Vorzugsaktien unterschieden werden. Während die Besitzer von Stammaktien zwar ein Stimmrecht auf der Hauptversammlung des jeweiligen Unternehmens genießen, kommen sie darüber hinaus nicht in den Genuss weiterer Vorteile, zum Beispiel bei der Auszahlung von Dividenden. Bei Vorzugsaktien dagegen verhält es sich genau umgekehrt. Bei dieser Aktienform genießt man kein Stimmrecht auf der Hauptversammlung des Unternehmens, erhält jedoch ganz bestimmte Vorzüge wie beispielsweise bei der Dividendenauszahlung, bei der viele Unternehmen eine so genannte Vorausdividende zahlen. Weitere Möglichkeiten hinsichtlich der Dividendenauszahlung bei Vorzugsaktien sind z. B. eine Zusatzdividende oder eine Dividendennachzahlung, die oft nach einigen dividendenlosen Jahren gewährt wird.